Von mir

Am Ende des Weges wirst Du Dich umdrehen und sehen,
egal was Du geschaffen oder zerstört hast,
egal ob Du geliebt oder gehasst wurdest,
die Welt wird sich weiterdrehen und
die Zeit wird Deine Spuren löschen.
Lebe Dein Leben heute, denke nicht an morgen,
des Weges Ende ist vielleicht nicht weit.
Begleitet vom Lied der Zikade
zerbricht die Brandung
des Mondes Spiegel
fällt sein fahles Licht auf uns
Wind liebkost Deinen Hals
ich schmecke das Salz auf Deinen Lippen
fühle den Sand auf Deiner Haut
unsere Körper aneinander geschmiegt
trage die Wellen uns fort
verloren in Poseidons Traum
unendlich wie die See
Narrenherz

Wie ein Bär in Gefangenschaft,
die Seele aufgerieben an den Gitterstäben des Alltags,
Lebe ich ein Leben auf der Suche,
nach dem nächsten Lichtblick in der Unendlichkeit,
der Gewöhnlichkeit.

Anderssein eingepreßt in die Fesseln der Gesellschaft
Suche nach der Klinge um die Seile zu zerschneiden
Gehe ich einen Schritt nach dem anderen
immer bereit für den Augenblick
des Ausbruchs aus dem Gleichschritt des Lebens.

Der Glanz der Augen gebrochen,
Müdigkeit im Blick
wie der Tiger im Käfig
will ich doch nur von Moment zu Moment leben
Die kleinen Dinge im Leben genießen

Verlache ich den Sonnenschein
Gehe in den Regen,
tanze mit der kindlicher Freude
durch die Pfützen
Bin wieder Kind
ohne Gedanken an die Blicke anderer

Streife ich mit dem Lächeln des Anderen
durch die Straßen
Lache mit dem Herzen des Narren
Zerreiße das Grau der Monotonie
Schritt für Schritt durchs Leben tanzend

Weil ich ein Mensch bin, lebe ich
Weil ich ein Lebender bin, liebe ich
Weil ich ein Liebender bin, leide ich
Weil ich ein Leidender bin, gehe ich meinen Weg
Als Narr zwar
Doch frohen Mutes immer weiter
Bis zur Lichtung am Ende meines Weges
Manchmal gesenkten Hauptes
Doch niemals kniend
Welcome , today is Samstag, 2012/05/19